Waumobil – Die Tour

Waumobil – Die Tour

5. Juli 2019 Aus Von Kerstin

Fortsetzung des Beitrags “Wir testen das Waumobil – Wie alles begann”

Etwas verspätet, aber nicht weniger motiviert, ging es am nächsten Tag dann endlich los. Alles war verstaut. Skye legten wir das Autogeschirr an und ab auf die Autobahn.

Die Flexibilität

Ursprünglich sollte es an die Mosel gehen, aber die Wettervorhersage zeigte für das ganze Wochenende Gewitter an. An der Küste hingegen waren angenehme Temperaturen und Sonnenschein angesagt. Dann ging es ab Richtung Küste. Skye war durch den Autogurt (Pfeil) so angeschnallt, dass sie sich noch bewegen hätte können und eigentlich fährt sie mittlerweile super gerne Auto, jedoch sieht man ihr die Unzufriedenheit deutlich an.

Das große Knöttern

Es klapperte hier natürlich deutlich lauter und schaukelte doch ein wenig mehr als im gewohnten Kofferraum unseres Kombis. Also tat sie ihren Unmut kund und knötterte und hechelte. Wir haben dann nach jeder Stunde einen Zwischenstopp eingelegt und sind ein paar Meter mit ihr gelaufen. Und bevor es weiterging gab es Erfrischungsgetränke für alle.

Nach gut 3 Stunden und 4 Stopps später, waren wir an der Küste. Uns trennte nur noch ein Deich von der Unendlichkeit des Meeres …

Norddeich

Vergessen war das Knöttern und sofort setzte das Urlaubsgefühl ein. Wobei das bei uns schon im Wohnmobil auf der Autobahn der Fall war. Wir Zweibeiner fanden, im Gegensatz zu unserer Prinzessin, die Fahrt sehr bequem und komfortabel. Es war für uns eine Interessante Erfahrung. Ohne Ziel und Zeitdruck zu starten und zu schauen, wo wir letztendlich landen werden. Klar war zumindest eins, wir wollten das Meer sehen. Und da ist es!

Wattenmeer Norddeich

Man lernt nie aus

Am Campingplatz angekommen fragten wir nach einem Stellplatz für 3 Nächte. “Na, sie haben doch sicher reserviert?!”, fragte man uns. Ähm… nicht so wirklich. Zaghaft schüttelten wir den Kopf, denn wir waren ja spontan unterwegs. Irgendwie waren wir beide der Meinung, dass uns gesagt wurde, dass man Stellplätze spontan ansteuern kann, ohne zu reservieren. Wohl nicht bei gutem Wetter und wenn ein Feiertag nahe dem Wochenende ist.

Da wir allerdings schon 20.00 Uhr hatten waren die meisten Campingplätze telefonisch nicht mehr erreichbar. In Emden hatten wir Glück, 1 Stellplatz war noch verfügbar und der freundliche Herr am Telefon versicherte uns, dass er bis 21.00 Uhr auf uns warten würde. Also, zur Freude von Skye wieder ins Waumobil und ab nach Emden.

Stellplatz in Emden

Glücklich, aber müde in Emden angekommen, machten wir noch einen Abendspaziergang mit Skye.

Die Nacht

Da mein Mann und Skye zu den schnarchenden Zeitgenossen gehören, hatte ich vorgesorgt und mir Silikonohrenstöpsel und Noise-Cancelling-Kopfhörer mitgenommen. Ich habe mir also das Hub-Bett im vorderen Bereich heruntergelassen und bezog mein Schlafquartier. Mein Mann hatte seines im hinteren Bereich des Waumobils und Skye musste sich mit dem Gang zufrieden geben.

Stöpsel rein, Kopfhörer auf und es war Stille! Bis zum nächsten morgen. Zumindest für mich.

Für meinen Mann und Skye sah die Nachtruhe etwas anders aus. Die nachfolgenden Geschehnisse wurden mir berichtet:

Während ich selig schlief, knötterte Skye unzufrieden vor sich hin. Sie fand trotz Bemühung keine geeignete Schlafposition.

Wo war das Problem

In den Hundebereich unter den hinteren Betten wollte Skye nicht reingehen. Im Gang liegen ging aber auch nicht so richtig, da sie Nachts auf der Seite liegt und der Gang dafür zu schmal war. Ins Bett konnte sie auch nicht hoch, das war mit einer Höhe von 1,20 m zu hoch. Außerdem bewegte sich das Wohnmobil jedesmal, wenn ich mich im Schlaf umgedreht hatte. So hat sie halt die ganze Nacht nicht wirklich geschlafen.

Da sie die ganze Fahrt ja schon nur gehechelt hatte, trank sie den Abend natürlich eine ganze Menge Wasser. Das Defizit musste ja ausgeglichen werden. Nur, was drin war wollte ja auch wieder raus. Und somit musste mein Mann dann auch 3 mal mit ihr in der Nacht raus. (Für gewöhnlich schläft sie durch).

Ich schlief wie ein Baby und hatte von alledem nichts mitbekommen.

Mein Mann hat sich dann in den Gang zu Skye gelegt und wollte sie so ein wenig beruhigen, aber an wirklichen Schlaf war für beide nicht zu denken. Irgendwann wurde es auch wieder hell und ich war ausgeschlafen …

Der Morgen danach

Beim Frühstück sprachen wir dann über unsere erste Nacht im Wohnmobil. Wenn mich einer vorher gefragt hätte, wie ich mir das vorstelle, hätte ich geantwortet, dass es für mich wahrscheinlich der Horror werden würde und ich kein Auge zu tun können werde. In der Realität war ich anscheinend die Einzige, die geschlafen hatte und das auch noch ausgesprochen gut! Skye lag während des Frühstückes vor dem Wohnmobil und schlief. Sie hatte ja einiges nachzuholen. Da aber auf dem Campingplatz geschäftiges Treiben herrschte war auch tagsüber kein Tiefschlaf für Skye möglich.

Augen auf bei der Umgebungswahl

Gegen Nachmittag, wir waren gerade an der Ems unterwegs, wurde Skye plötzlich sehr aufmerksam. Entfernte Schüsse, vermutlich eine Treibjagd. Wieder am Campingplatz angekommen waren die Geräusche immer noch zu hören. Eine ziemlich lange Treibjagd, dachte ich mir. Irgendwann erkundigten wir uns dann bei dem Platzwart, der uns bestätigte nebenan sei ein Übungsplatz zum Tontauben-Schießen. Wir merkten, dass unsere Berner-Lady nicht schussfest ist und den Abend dann doch lieber im Wohnmobil war, als draußen. Ich hatte die feste Hoffnung, dass sie in der zweiten Nacht, allein schon wegen des Schlafmangels, etwas mehr schlief.

Auch in der zweiten Nacht war ich die Einzige, die geschlafen hatte. Ich kann gar nicht oft genug betonen, dass ich vor der Tour gedacht hatte, das Einzige, was ein k.o.-Kriterium für eine Camping-Tour ist, wäre das Schnarchen meines Mannes und meine Schlaflosigkeit deswegen. Und jetzt war ich die Einzige, die schlief und das auch noch wirklich gut!

Das Frühstück 2. Tag

Beim samstäglichen Frühstück haben wir uns dann überlegt, ob wir nicht wieder den Heimweg antreten. Die Übernächtigung von Skye und meinem Mann war Ihnen deutlich anzusehen, und da Montag wieder die Arbeit rufen würde, entschlossen wir uns gemütlich den Heimweg anzutreten. Auf der Rückfahrt war Skye dann schon etwas entspannter. Und hatte offenbar die Geräusche als gegeben hingenommen. Den Platzmangel war trotzdem noch immer ein Problem.

Zu Hause angekommen hat sie von Samstag nachmittag bis Sonntag morgen durchgeschlafen und herzhaft geschnarcht! Es war ihr gegönnt!

Home sweet home!

Das Fazit

Wir waren auf jeden Fall nicht das letzte Mal mit dem Wohnmobil unterwegs. Da Skye die gut durchdachte Hundegarage des Waumobil nicht akzeptierte, weil sie beim Rudel sein wollte, achten wir beim nächsten mal auf ausreichend Platz im Innenraum. Außerdem haben wir gelernt, dass man Stellplätze sehr wohl reservieren muss, bzw. zumindest von unterwegs anrufen sollte, ob noch ein Stellplatz frei ist. Allerdings haben wir uns auch überlegt, dass man für eine Nacht nicht zwingend einen Stellplatz haben müsste. Bei einem sparsamen Umgang reicht das Frisch- und Abwasser sowie die Toilette bestimmt für 2 Personen 3 Tage. Ich bin übrigens der festen Überzeugung, dass Skye beim nächsten Wohnmobil-Trip schon etwas entspannter sein wird, denn dann werden wir ein Modell nehmen, was ihr ausreichend Platz bietet. Die nächste Wohnmobil-Tour geht dann im Herbst an die Mosel zum Wandern.

Ich werde berichten!

Auf den Punkt gebracht

Waumobil Krefeld
– Preis-Leistungsverhältnis sehr gut, sehr sauber! Sehr freundlich!
– unbedingt bei Modellwahl die Bedürfnisse des Hundes mitbedenken!
Campingurlaub
– Flexibilität unschlagbar!
– Schnarchende Mitreisende sind kein Problem mit entsprechenden Hilfsmitteln (Ohropax, Noise-canceling-Kopfhöhrer)
– Camping-App hilfreich, mit Google ging es aber auch


Für uns ist es die bisher entspannteste Art zu reisen! Mit Toilette und Küche verliert jeder noch so lange Stau den Schrecken!