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Muskulatur

Muskulatur

Im Körper eines Hundes findet man drei verschiedene Arten der Muskulatur.

Skelettmuskulatur

Querschnitt Muskel

Die Skelettmuskulatur gehört zur quergestreiften Muskulatur. Sie ist sowohl willkürlich (motorisches Nervensystem), als auch unwillkürlich (Reflexe) gesteuert. Grundbaustein der Skelettmuskulatur ist die Muskelfaser (Muskelzelle mit mehreren Zellkernen), diese wird von der Zellmembran (Sarkolemm) umgeben. Mehrere Muskelfasern ergeben ein Muskelfaserbündel. Das Endomysium ist lockeres mit Blutgefäßen durchzogenes Bindegewebe welches zusammen mit den Muskelfaserbündeln ebenfalls von einer Bindegewebshülle umgeben ist, das sogenannte Perimysium. Mehrere Muskelfaserbündel ergeben dann den ganzen Muskel. Auch dieser ist von einer Bindegewebsschicht umgeben, das Epimysium. Als äußerste Schicht umgibt die Faszie (Schicht aus festem Bindegewebe) das Epimysium.

Man unterscheidet zwei Arten von Muskelfasern:

S-Fasern (langsame Fasern)

Diese sind gut durchblutet und enthalten viel Myoglobin (Sauerstoffspeicher und roter Farbstoff) und Sarkoplasma (lebender Zellinhalt), deswegen bezeichnet man sie als „rote Muskulatur“

FF-Fasern (schnelle Fasern)

Diese haben wenig Myoglobin und Sarkoplasma und woraus eine helle Farbe resultiert, deswegen bezeichnet man sie als „weiße Muskulatur“

Glatte Muskulatur

Sie ist nicht willkürlich steuerbar und kommt in allen Wänden von Hohlorganen vor (z.B. Blutgefäßen, Harnblase, Geschlechtsorganen, Darm, Atemwege). Sie wird durch das vegetative (autonomes)  Nervensystem gesteuert.

Herzmuskulatur (Myokard)

Sie besteht aus quergestreifter Muskulatur

Die Herzmuskulatur besteht aus quergestreifter Muskulatur, hat aber, wie die glatte Muskulatur, mittelständige Zellkerne. Im Normalfall einen Kern pro Zelle. Die Herzmuskelzellen sind mit Glanzstreifen untereinander verbunden. Diese enthalten sogenannte Gap Junctions (Zellkanäle), die den Austausch von Impulsen sowie Ionen oder kleinen Molekülen zwischen den Zellen ermöglichen. Spezialisierte Herzmuskelzellen steuern weitestgehend die Herzaktion, im Gegensatz zur separat innervierten Skelettmuskulatur). Die Herzmuskelzellen können selbst kleinere Schwankungen des Blutdrucks ausgleichen. Für die Anpassung an körperliche Aktivitäten sorgt das autonome (vegetative) Nervensystem und kann im Gegensatz zur Skelettmuskulatur nicht willentlich beeinflusst werden.

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